Observers Nested in Layers at the Same Site: The Collapse of Divination观察者在同一地点被层层嵌套:占卜的坍缩

In the context of globalization, the artist intervenes in a microscopic sample most representative of consumerism—IKEA’s best-selling stainless steel salad bowls. Four homogenized sizes produced by industrial assembly lines are sequentially linked, resembling both rising balloons and location pin icons on mapping software. Meanwhile, the title of the work, Pineal Gland Lollipop, directly references the fractal geometry of the Fibonacci sequence in nature.
The oil painting on canvas to the right serves as a sliced reference to the spatial scene on the left. The “artist’s gaze,” concealed during the act of creation, reaches an isomorphic pun with the gaze of “you” currently viewing the image within the space. This collision allows the originally “absent observer” to breach the boundary and manifest—observers nested in layers at the very same site.
“Divination” is no longer merely a quest for the future, but an act of forced observation: just as observation in quantum mechanics induces the collapse of the wave function, the middle class’s frantic “divination” for certainty directly pins the layered observers to the same spot—compressing dimensions and stripping away possibilities.
The nested observers relentlessly pursue the “certainty of the future.” This anxiety is appropriated by the system, simulated and filled by algorithms. Yet, this seemingly orderly “nature” is nothing more than a concept surreptitiously substituted by algorithms through fractal forms. Amidst layers of computational processing, individuals undergo a “permitted domestication,” which in turn intensifies their obsession with the “certainty of the future”—divination.

“Because many go, many go; thus, many will go.”
How do you differ from the “many” who came before and the “many” who follow after? Is it unknown, or unknowable?

“因为很多人去,所以很多人去,那么,就会有很多人去。”
你与前面的“很多人”、后面的“很多人”有何不同?是未知,还是不可知?

  1. Im Kontext der Globalisierung greift der Künstler ein mikroskopisches Muster auf, das stellvertretend für den Konsumismus steht: die meistverkauften Edelstahl-Salatschüsseln von IKEA. Vier homogenisierte Größen aus industrieller Fließbandproduktion sind der Reihe nach miteinander verbunden – sie erinnern sowohl an aufsteigende Luftballons als auch an Ortungssymbole auf Karten-Software. Der Titel des Werks, Zirbeldrüsen-Lutscher, verweist direkt auf die fraktale Geometrie der Fibonacci-Folge in der Natur.
  2. Das Ölgemälde auf Leinwand zur Rechten fungiert als ausgeschnittener Referenzpunkt für die räumliche Szene zur Linken. Der beim Schaffensprozess verborgene „Blick des Künstlers“ geht im Raum eine isomorphe Doppelbedeutung mit dem Blick von „dir“ ein, der das Bild in diesem Moment betrachtet. Dies lässt den ursprünglich „abwesenden Beobachter“ die Wand durchbrechen und in Erscheinung treten – Beobachter, am selben Ort in Schichten verschachtelt.
  3. „Das Wahrsagen“ ist nicht mehr bloß das Suchen nach der Zukunft, sondern ein Akt erzwungener Beobachtung: So wie die Beobachtung in der Quantenmechanik den Kollaps der Wellenfunktion bewirkt, führt das obsessive „Wahrsagen“ der Mittelklasse nach Gewissheit dazu, dass die verschachtelten Beobachter an ein und demselben Ort festgenagelt werden – Dimensionen werden komprimiert, Möglichkeiten entkleidet.
  4. Der darin verschachtelte Beobachter jagt unaufhörlich nach der „Gewissheit der Zukunft“. Diese Angst wird vom System übernommen, von Algorithmen simuliert und ausgefüllt. Doch diese scheinbar geordnete „Natur“ ist nichts als ein Begriff, der von Algorithmen durch fraktale Strukturen heimlich ausgewechselt wurde. In den geschichteten Berechnungen vollzieht das Individuum eine „erlaubte Domestizierung“, die wiederum die Obsession für die „Gewissheit der Zukunft“ verstärkt – das Wahrsagen.
  5. „Weil viele gehen, gehen viele; also werden viele gehen.“
  6. Wie unterscheidest du dich von den „vielen“ davor und den „vielen“ danach? Ist es unbekannt oder unerkenntlich?