Damaos Kunst

Seit der Gründung ihres Ateliers in Seattle im Jahr 2018 hat die zeitgenössische Künstlerin Damao das konzeptionelle Gerüst, das sie in den Kunstquartieren Caochangdi in Peking und Blue Roof in Chengdu entwickelte, weiter vertieft. Ihre Arbeit hinterfragt kontinuierlich «Ähnlichkeit, Exklusivität und unendliche Möglichkeiten, ungebunden von einem Ort». Durch Materialien und visuelle Symbole, die von moderner Existenzangst und Entwurzelung geprägt sind, ruft sie eine intime und tiefe emotionale Resonanz innerhalb fremder kultureller Narrative hervor. Damaos künstlerische Praxis erstreckt sich über Ölmalerei, Installation, Performance, Fotografie, Video und Text – eine feinsinnige und eindringliche Analyse des gegenwärtigen menschlichen Daseins.
Einer postmodernen Sammelalbum-Logik folgend, führt das Werk Porträts «unverankerter Gegenspieler» und Szenerien «abwesender Beobachter» in die Ordnung der zeitgenössischen Kunst ein. Von verpassten Augenblicken bis hin zu den geheimnisvollen Leerstellen einer bewussten Abwesenheit begegnet sie der offenen Spannung der «Ortslosigkeit» (Landlessness) mit tiefem emotionalen Band und einem Collage-Tagebuch – in der Neudeutung von «Intervallen als flüssige Anker» versöhnt sie den Blick des Selbst mit seiner eigenen Vervielfältigung.


Damaos künstlerisches Schaffen wurde in einflussreichen internationalen Medien wie Harper’s Bazaar und dem Discovery Channel porträtiert. Sie stellt in bedeutenden Gruppenausstellungen aus, darunter die Chengdu Biennale, Art Beijing sowie das Pingyao International Photography Festival, gefolgt von ihrer wegweisenden Einzelausstellung Anchor of Time (Anker der Zeit) im Jahr 2014 in Shanghai.
Im Jahr 2025 schlug sie ihr viertes Atelier in einem verborgenen Hofgarten in den Zürcher Gassen auf – ein geistiger Zufluchtsort, der über ein halbes Jahrhundert lang von ihrer Schwiegermutter liebevoll gepflegt wurde. In diesem Raum verwebt das Werk den Fluss der natürlichen Jahreszeiten mit der fraktalen Logik von Physik und Mathematik und leitet eine neue künstlerische Suche nach dem «Nicht-Geordneten, Entsubjektivierten und Nicht-Zufälligen» ein